Apfelwickler

Apfelwickler

Typ

Insekt

Wissenschaftlicher Name

Cydia pomonella

Beschreibung

Der Apfelwickler ist ein bedeutender Schädling im Obstanbau, insbesondere in Apfelplantagen. Es handelt sich um einen kleinen, eher unscheinbaren Nachtfalter aus der Familie der Wickler (Tortricidae), dessen Larven die eigentlichen Schadverursacher sind. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von etwa 15 bis 20 Millimetern und sind graubraun gefärbt, mit einem charakteristischen bronzefarbenen Fleck auf den Hinterflügeln. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und legen ihre Eier bevorzugt auf junge Früchte oder in deren Nähe ab.

Aus den Eiern schlüpfen nach wenigen Tagen die typischen "Wurm"-Larven – kleine, weißlich-rosa gefärbte Raupen mit bräunlichem Kopf –, die sich schnell in die Frucht bohren. Dabei hinterlassen sie Kotkrümel (Frass), die als sogenannter "Wurmstich" an der Außenseite sichtbar werden. Im Inneren fressen sie sich bis ins Kerngehäuse vor und verursachen dort erhebliche Schäden, was die betroffenen Äpfel unbrauchbar für den Verkauf oder Verzehr macht. Ein Befall mit Apfelwicklern kann zu massiven Ernteverlusten führen, wenn keine geeigneten Gegenmaßnahmen getroffen werden.

Die Entwicklung des Apfelwicklers verläuft in mehreren Generationen pro Jahr, wobei sich die Anzahl je nach Klima und Region unterscheidet – in wärmeren Gebieten können es bis zu zwei oder drei Generationen sein. Die Larven verpuppen sich nach der Fraßperiode meist unter der Borke des Baums oder im Boden, bevor sie im nächsten Jahr wieder als Falter schlüpfen. Zur Bekämpfung kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, darunter Pheromonfallen zur Überwachung und Störung der Paarung, biologische Mittel wie der Einsatz von Trichogramma-Schlupfwespen oder das gezielte Spritzen von Insektiziden zum richtigen Zeitpunkt des Larvenschlupfs. In integrierten und ökologischen Anbauformen spielen vorbeugende Maßnahmen wie das Entfernen befallener Früchte und der Rückschnitt von Bäumen ebenfalls eine wichtige Rolle.

 

Grund für Befall

Unkontrollierter Anbau, warme Sommer

 

Schadbild

Apfelwickler-Schadbild

Maden in Äpfeln, Bohrlöcher in Früchten

 

Mittel zur Bekämpfung

Pheromonfallen, Bacillus thuringiensis

 

Vorbeugemaßnahmen

Baumstämme kalken, befallenes Obst entfernen

 

Besonderheiten

Sehr verbreitet im Obstanbau

 

Schädlingsaktivität nach Monaten

JanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
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Befallene Pflanzen

Keine Pflanzen betroffen.