Schnecken

Schnecken

Typ

Sonstiges

Wissenschaftlicher Name

Beschreibung

Schnecken zählen zu den bekanntesten und zugleich unbeliebtesten Gartenschädlingen. Besonders in feuchten Frühjahrs- und Sommermonaten machen sie sich über zarte Jungpflanzen, Gemüse und Blumen her. Dabei fressen sie nicht nur Blätter und Triebe an, sondern hinterlassen auch schleimige Spuren, die auf einen Befall hinweisen und das Erscheinungsbild der Pflanzen zusätzlich beeinträchtigen.

In Gärten treten vor allem zwei Gruppen auf: Gehäuseschnecken (mit Haus) und Nacktschnecken (ohne Haus). Während viele Gehäuseschnecken wie die Gartenschnirkelschnecke (Cepaea hortensis) eher harmlos oder sogar nützlich sind, gelten Nacktschnecken – insbesondere die aus südlicheren Regionen eingeschleppte Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) – als besonders gefräßig und problematisch. Diese Art hat sich stark verbreitet und verdrängt in vielen Gegenden heimische Schneckenarten.

Schnecken sind überwiegend nachtaktiv und verstecken sich tagsüber unter Laub, Brettern, Steinen oder in dichten Pflanzenbeständen. Ihre Fortpflanzung kann sehr effizient sein: Eine einzelne Schnecke legt bis zu 400 Eier pro Jahr, aus denen im feuchten Boden neue Generationen schlüpfen. So kann es bei idealen Bedingungen schnell zu einer regelrechten Schneckenplage kommen.

Zur Schneckenbekämpfung gibt es verschiedene Ansätze. Besonders wirksam ist eine Kombination aus Maßnahmen: Absammeln, das Aufstellen von Schneckenbarrieren (wie Kupferband oder spezielle Zäune), das Fördern natürlicher Feinde wie Igel, Kröten oder Laufenten, sowie bei starkem Befall auch der gezielte Einsatz von Schneckenkorn – möglichst auf Basis von Eisen-III-Phosphat, das auch im ökologischen Landbau erlaubt ist. Daneben können auch einfache Hausmittel wie Kaffeesatz, Holzasche oder zerriebene Eierschalen helfen, Schnecken abzuhalten.

Wichtig ist es außerdem, den Garten möglichst schneckenunfreundlich zu gestalten: Dazu gehören lockerer Boden, wenig Verstecke, sparsames Gießen am Morgen statt abends sowie das regelmäßige Entfernen von Unkraut und Pflanzenresten. Ein bewusstes Gärtnern kann Schnecken zwar nicht vollständig verhindern, aber ihre Ausbreitung deutlich eindämmen.

 

Grund für Befall

Feuchte Witterung, hohe Luftfeuchtigkeit, dichte Vegetation

 

Schadbild

Schnecken-Schadbild

Fraßstellen an Blättern, schleimige Spuren auf dem Boden

 

Mittel zur Bekämpfung

Schneckenzäune, Bierfallen, Schneckenkorn

 

Vorbeugemaßnahmen

Mischkultur mit Kräutern (Rosmarin, Thymian), abends nicht gießen

 

Besonderheiten

Fressen fast alles, besonders gefährlich für junge Pflanzen

 

Schädlingsaktivität nach Monaten

JanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
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Befallene Pflanzen

Keine Pflanzen betroffen.