Weiße Fliege

Weiße Fliege

Typ

Insekt

Wissenschaftlicher Name

Trialeurodes vaporariorum

Beschreibung

Die Weiße Fliege ist kein echter Vertreter der Fliegen, sondern gehört zur Familie der Mottenschildläuse (Aleyrodidae), die zur Ordnung der Hemipteren (Schnabelkerfe) zählen. Der wissenschaftliche Name für die in Mitteleuropa häufig vorkommende Art ist Trialeurodes vaporariorum, besser bekannt als Gewächshaus-Weiße Fliege. Es gibt jedoch auch andere Arten, wie etwa die Bemisia tabaci (Tabakmottenschildlaus), die ebenfalls unter dem Sammelbegriff „Weiße Fliege“ geführt werden.

Trotz ihres Namens ähneln Weiße Fliegen eher kleinen Motten: Sie sind etwa ein bis zwei Millimeter groß, besitzen weiße, mit einem feinen Wachsstaub überzogene Flügel und sitzen meist auf der Blattunterseite von Pflanzen. Die adulten Tiere sowie ihre Larven saugen Pflanzensaft und schwächen dadurch die Wirtspflanze. Zudem scheiden sie Honigtau aus, der zur Bildung von Rußtaupilzen führt und die Pflanze zusätzlich schädigt. Bei starkem Befall kann es zu deutlichen Wachstumsstörungen, Blattverfärbungen und Ertragsverlusten kommen.

Weiße Fliegen treten besonders gerne in geschützten, warmen Umgebungen wie Gewächshäusern auf, befallen aber auch im Freiland zahlreiche Zier- und Gemüsepflanzen wie Tomaten, Gurken oder Fuchsien. Ihre schnelle Vermehrung und Resistenzbildung gegenüber vielen Pflanzenschutzmitteln machen sie zu einem gefürchteten Schädling im Garten- und Erwerbsanbau.

Zur Bekämpfung eignen sich biologische Maßnahmen wie der Einsatz von Nützlingen (etwa der Schlupfwespe Encarsia formosa), Gelbtafeln zur Überwachung oder natürliche Insektizide auf Neem- oder Rapsölbasis. Vorbeugend helfen gute Belüftung, kräftige Pflanzen und das regelmäßige Kontrollieren der Blattunterseiten.

 

Grund für Befall

Warme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit

 

Schadbild

Weiße Fliege-Schadbild

Kleine weiße Fliegen, Honigtau, klebrige Blätter

 

Mittel zur Bekämpfung

Neemöl, Schlupfwespen

 

Vorbeugemaßnahmen

Gut belüften, befallene Blätter entfernen

 

Besonderheiten

Schwächt Pflanzen durch Honigtau-Ausscheidungen

 

Schädlingsaktivität nach Monaten

JanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
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Befallene Pflanzen