Spinnmilbe

Spinnmilbe

Typ

Insekt

Wissenschaftlicher Name

Tetranychus urticae

Beschreibung

Die Spinnmilbe ist ein winziger, aber äußerst gefürchteter Pflanzenschädling, der besonders bei trocken-warmer Witterung massenhaft auftreten kann. Zu den bekanntesten Arten gehört die Gemeine Spinnmilbe, die weltweit verbreitet ist und eine Vielzahl von Pflanzen befällt – von Zier- und Zimmerpflanzen bis hin zu Gemüse-, Obst- und landwirtschaftlichen Kulturen.

Spinnmilben gehören zur Klasse der Spinnentiere (Arachnida) und sind daher näher mit Spinnen verwandt als mit Insekten. Die Tiere sind nur etwa 0,2 bis 0,5 Millimeter groß und mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Unter der Lupe erkennt man ihre rötlich-grüne Färbung und acht Beine. Besonders auffällig ist das feine Gespinst, das sie auf den Blattunterseiten und zwischen den Trieben anlegen – daher auch ihr Name.

Die Tiere saugen mit ihren stechenden Mundwerkzeugen an den Zellen der Blattunterseite und entziehen den Pflanzen wichtige Nährstoffe. Dadurch entstehen helle Sprenkel oder Flecken auf den Blättern, die mit der Zeit vergilben, vertrocknen und abfallen können. Bei starkem Befall ist die gesamte Pflanze mit Gespinsten überzogen, was nicht nur unschön aussieht, sondern auch zu massivem Wachstumseinbruch oder sogar zum Absterben führen kann.

Die Fortpflanzung der Spinnmilben verläuft äußerst rasant, vor allem unter warmen und trockenen Bedingungen – innerhalb weniger Tage schlüpfen neue Generationen. Dies macht eine frühzeitige Erkennung und konsequente Bekämpfung besonders wichtig. Zur Kontrolle eignen sich regelmäßige Blattkontrollen, das Erhöhen der Luftfeuchtigkeit sowie biologische Mittel wie Raubmilben (Phytoseiulus persimilis), die gezielt gegen Spinnmilben eingesetzt werden. Auch Präparate auf Basis von Rapsöl, Kaliseife oder Neemöl können wirksam sein. Chemische Mittel sollten, wenn überhaupt, nur gezielt und mit Bedacht eingesetzt werden, da Spinnmilben schnell Resistenzen entwickeln.

Vorbeugend hilft es, Pflanzen gesund zu halten, regelmäßiges Lüften bei Zimmerpflanzen sicherzustellen und bei Trockenheit für höhere Luftfeuchtigkeit zu sorgen. Ein Befall mit Spinnmilben ist oft ein Zeichen für ungünstige Standortbedingungen – mit der richtigen Pflege lässt sich also schon viel verhindern.

 

Grund für Befall

Trockene Luft, geschwächte Pflanzen

 

Schadbild

Spinnmilbe-Schadbild

Gelbe Flecken, feine Gespinste auf Blättern

 

Mittel zur Bekämpfung

Raubmilben, Neemöl, regelmäßiges Besprühen

 

Vorbeugemaßnahmen

Hohe Luftfeuchtigkeit halten, regelmäßig abbrausen

 

Besonderheiten

Vermehren sich explosionsartig bei trockener Wärme

 

Schädlingsaktivität nach Monaten

JanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovemberDezember
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Befallene Pflanzen